Einreise, QR-Code, Corona-Regeln, Stimmung: Alles zum Ibiza-Urlaub 2020

04.07.2020

 

Die Verunsicherung ist groß: Wie wird der Ibiza-Urlaub 2020? Kann in dem besonders von Corona gebeutelten Spanien überhaupt Urlaubsstimmung aufkommen? Wie ist das mit Abstandhalten im Flieger? Und wie genau sind die Bestimmungen für die Einreise? Ich bin heute morgen um 8:20 Uhr mit der Condor von München aus kommend gelandet. Die Maschine war übrigens nicht einmal drittelvoll und dank extrem gut organisiertem und geordnetem Boarding und Aussteigen nach Sitzreihen war Abstandhalten überhaupt kein Problem.

 

Mein erster Eindruck nach einem Tag back in Ibiza: Wie geil, endlich wieder hier zu sein! Und: Macht Euch nicht verrückt! Denn wie heißt es so schön: Ibiza ist immer eine gute Idee. Das gilt auch für den Corona-Sommer 2020. Doch Punkt für Punkt.

 

Gerne möchte ich in diesem Beitrag möglichst viele Fragen beantworten und Euch unnötige Bedenken nehmen. Wobei natürlich dennoch gilt, behutsam und verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen – ganz so, wie zuhause auch.

 

 

QR-Code und Fiebermessen: Die Einreisebestimmungen

Zunächst zu den Fakten laut Auswärtigem Amt: Die Einreise nach Spanien ist für u.a. Deutsche (gilt aber auch für Österreicher und Schweizer) seit dem 21. Juni 2020 wieder möglich – und zwar ohne sich nach Ankunft in Quarantäne begeben zu müssen. Allerdings gibt es einige Punkte, die zu beachten sind:

 

. Wer in Spanien einreist (übrigens egal ob auf dem Luft-, Wasser- oder Landweg), muss seit dem 1. Juli ein Formular ausfüllen, in dem man u.a. angeben muss, ob man sich krank fühlt bzw. Corona-typische Symptome aufweist, ob man in den letzten 14 Tagen Kontakt mit Corona-infizierten Personen hatte und wo man sich in Spanien aufhält bzw. wie man zu erreichen ist. Das Formular ist im Prinzip gar nicht so viel anders, als die Formulare, die man bei der Einreise in die USA oder sonst wo außerhalb der EU (übrigens auch für Nicht-EU-Bürger bei der Einreise nach Deutschland) ausfüllen muss. Nur eben mit Corona-Bezug, damit sich gegebenenfalls Infektionsketten nachvollziehen lassen. Dieses Formular, das man entweder im Flugzeug oder am Flughafen erhält, kann man noch bis zum 31. Juli in Papierform ausfüllen. Alternativ lässt sich das Formular auch online in der SpTH-App oder (meine Empfehlung) auf dem Spain Travel Health-Portal ausfüllen – komfortabel in deutscher Sprache. Man erhält dann im Anschluss einen QR-Code per E-Mail, den man bei der Einreise vorzeigen muss. Das ist er also, dieser ominöse QR-Code, der die letzten tage für viel Aufruhr gesorgt hat . . . Auf dem Portal findet man auch Informationen zum Datenschutz. Für alle, die sich zwar für Facebook und WhatsApp nackig machen aber bei jedem staatlichen Formular die totale Überwachung heraufbeschwören kurz zusammengefasst: Die Daten werden entsprechend der EU-Datenschutzverordnung gespeichert und auch wieder gelöscht. Wem das nicht reicht: Es gibt auch die Möglichkeit, das Formular nicht auszufüllen – wenn man zuhause bleibt 😜

 

. Bei der Ankunft am Flughafen erfolgt dann eine so genannte Gesundheitskontrolle. Was dramatisch klingt habe zumindest ich völlig unaufgeregt erlebt: am Flughafen muss man schlicht an (tatsächlich) freundlichen Mitarbeiter*innen der Gesundheitsbehörde seinen QR-Code vorzeigen bzw. das entsprechende Formnular in Papierform abgeben. Dabei durchläuft man außerdem eine „visuelle Kontrolle“; zudem wird mittels Fernmessung (wohl stichprobenmäßig) die Temperatur gemessen. Dafür stehen Geräte, die wie kleine Kameras aussehen, auf Stativen. Das war's auch schon.

 

. Wichtig zu wissen: Wer in Spanien an Corona erkrankt, muss sich bei den Gesundheitsbehörden melden und entweder in Quarantäne begeben oder ggf. ärztlich behandeln lassen.

 

Hygieneregeln auf den Balearen

Im Prinzip gilt in Sachen Hygieneregeln das, was wir inzwischen gewohnt sind: Hände waschen, Abstand halten und in speziellen Fällen Mundschutz tragen. En detail gelten seit dem 21. Juni im Rahmen der so genannten „Neuen Normalität“ (und voraussichtlich so lange, bis es einen Impfstoff oder eine wirksame Therapie gegen das Coronavirus gibt) folgende Regeln:

 

. Update 13.07.2020: Auf den Balearen gilt ab sofort eine verschärfte Mund- und Nasenschutzpflicht. Kurz zusammengefasst muss überall im öffentlichen Raum eine Maske getragen werden – unabhängig davon, ob der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen: So muss u.a. am Strand oder beim Spazierengehen oder Wandern in der Natur und beim Sport kein Mund-Nasen-Shutz getragen werden, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Die genauen Regelen und Ausnahmen findet Ihr hier in einem eigenen Artikel von mir zusammengefasst.

 

. Am Strand gilt grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern, wobei sich bis zu 25 Personen treffen dürfen bzw. somit zusammen liegen dürfen. Die Kommunen haben die Möglichkeit, den Zugang zum Strand bei Überfüllung zu reglementieren bzw. Obergrenzen zu definieren. Mein erster Eindruck ist jedoch, dass noch sehr viele Flugzeuge landen müssen, bis es am Strand eng wird . . .

 

. Restaurants, Bars und Cafés dürfen innen wie außen öffnen und im Prinzip kann man sich an allen zur Verfügung stehenden Plätzen hinsetzen. Dabei gilt eine Gruppen-Obergrenze von 25 Personen. Die Gastronomie darf bis 2 Uhr geöffnet haben, wobei an den Tresen von Bars nur bis 22 Uhr bedient wird.

 

. Clubs und Disokotheken dürfen nicht öffnen, wenn die Kapazität 300 Personen übersteigt. Insofern haben die allermeisten „üblichen“ Clubs von Pacha über Hï Ibiza und Heart bis Privilege geschlossen. Einige Locations haben sich entsprechend der Restriktionen alternative Formate einfallen lassen – so zum Beispiel das Pikes. Was alles geöffnet hat (oder auch nicht) folgt in einem separatem Beitrag . . . 

 

. Hotels können grundsätzlich öffnen, dürfen jedoch in den Gemeinschaftsräumen 75 Prozent ihrer Kapazität nicht überschreiten.

 

. Sport ist generell erlaubt – sogar in Gruppen von bis zu 30 Personen. Dabei ist jedoch auch untereinander eder Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, wenn man nicht „zusammen gehört“

 

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